Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas schönes bauen!

  

 

Januar 2022

 

 

Hämmern, Schrauben, Kleben

 

 

Der Dezember war noch lange nicht zu Ende. 

 

Die Meister wollten es kaum glauben, man kann auch mit dem Hammer schrauben. 

 

Doch dann begann es allen zu dämmern, man kann auch mit dem Schrauber hämmern.

 

 

Hämmern, Schrauben, Kleben es geht voran mit dem Abbau des Gnadenofes und es ist bald soweit.

 

Und dauerts auch eine halbe Ewigkeit, am Ende wird sich doch übers Neue Heim gefreut.

 

Täglich passieren auf unseren Gnadenhof ganz viele kleine Geschichten. Bald können wir einen Episoden-

 

Film drehen, eine Serie spielen, na wie wäre es?

 

 

Eine Fernsehserie über dem Gnadenhof?

 

 

 

 

Wäre doch mal eine nette Idee. Aber wer weiß, was uns das neue Jahr im neuen Heim so bringt?

 

Auf jedem Fall, kann ich euch sagen, viele schöne neue tierische Geschichten.

 

 

Noch Anfang Dezember konnten wir fast einen Thriller drehen, es hielt uns die Vogelpest in Themar in

 

Aufruhr und Schrecken.

 

 

So mussten all unsere Geflügeltiere, die noch auf dem Hof verweilten quasi in Quarantäne.

 

 

 

 

Unsere anderen Schützlinge besuchten wir etappenweise in ihren Notunterkünften. 

 

Wir brachten ihnen viele Leckerlis und schauten nach, dass alles seine Ordnung hatte.

 

 

Hier gilt noch einmal ganz lieben Dank an alle Helfer, die den Gnadenhoftieren Unterschlupf bieten

 

konnten.

 

 

Nun lasst uns auf ins neue Jahr 2022 springen! 

 

Es erwarten uns viele neue aufregende Geschichten. Eine kleine Geschichte haben wir

 

 

noch für Euch:

 

 

Die Geschichte von den Schmunzelsteinen

 

In einem geheimnisvollen Dorf lebten vor langer Zeit viele fröhliche Zwergenmenschen. Immer, wenn sie einander begegneten oder dem anderen eine Freude bereiten wollten, verschenkten sie einen Schmunzelstein. Wer einen Stein bekam, freute sich, weil ihn der Schmunzelstein so anschmunzelte. Man war glücklich und wusste, der andere mag mich. So war es immer.

Jeder Zwergenmensch schenkte dem anderen Schmunzelsteine und bekam auch welche zurück. Die kostbaren Steinchen der Freude gingen niemals aus. In der Nähe der frohen Menschen lebte aber ein finsterer Geselle. Schlechte Laune und Neid waren seine typisch für ihn. Er konnte die Fröhlichkeit und den liebevollen Umgang der kleinen Zwerge nicht nachvollziehen. Er gönnte den Zwergen ihre gute Stimmung nicht. Als nun ein Zwerglein durch den Wald ging, traf es den finsteren Gesellen und überreichte ihm einen Schmunzelstein, damit er fröhlich sein könnte. Doch der finstere Waldbewohner nahm das

 

Steinchen nicht an, sondern flüsterte dem Zwerg ins Ohr: „Wenn du deine Steine immer verschenkst, hast du bald keine mehr.“ Das stimmte zwar nicht, denn wenn du etwas gibst, bekommst du auch wieder etwas zurück. So war es zumindest immer mit den Schmunzelsteinen. Aber mit den Worten des finsteren Gesellen war Unruhe gestiftet.

 

Die Schmunzelsteine wurden nicht mehr verschenkt, sondern im Beutel festgehalten. Bald ging jeder seines Weges, ohne nach dem anderen zu sehen; das Lachen verschwand, jeder kümmerte sich nur noch um das Anhäufen seines Besitzes. Schlechte Laune, Verschlossenheit und Freudlosigkeit – das waren nun die Merkmale eines vorher so fröhlichen, liebevollen Völkchens. Viele Jahre vergingen. Die Menschen hetzten durch das Leben. Sie schauten nicht nach links und nach rechts. „Hilf dir selbst und du hast ein gutes Werk getan“, so dachten sie alle. Aber irgendwo schlummerte noch die Geschichte von den glücklichen Menschlein mit den Schmunzelsteinen.

 

Ein alter Mann hatte sie von seinem Vater erzählt bekommen, der von seiner Mutter und die von ihrer Oma. Und dieser alte Mann erzählte „das Märchen von den guten Vorfahren“ seiner Enkelin. Nachdenklich machte sich die Enkelin ans Werk. Sie ging auf die Suche nach schönen Steinen und malte ihnen lächelnde Gesichter. In den nächsten Tagen verschenkte sie an ihre Freunde die schmunzelnden Steinchen. Am Anfang wurde sie belächelt und als nette, harmlose Spinnerin bezeichnet. Aber einigen Menschen gefiel diese Idee.

 

Die Schmunzelgesichter stimmten sie fröhlicher, auch wenn sie diese nur in der Tasche berührten. Und so wurden es immer mehr, die sich durch das Verschenken von Schmunzelsteinen auch die Fröhlichkeit, das Lachen, die Liebe und viel Mut zurück schenkten.

 

 

Wir wüschen euch ein gesundes neues Jahr 2022!